Silbermedaille 23|24
Konzeptionell-Künstlerisch

Archive of longing

Hannah Modigh erreichte durch einfühlsame, poetische Bildessays von krisengeschüttelten Menschen am Rande der Gesellschaft internationale Aufmerksamkeit. Zwanzig Jahre lang hat die schwedische Fotografin auch in Heimstätten für obdachlose Frauen gearbeitet. Von 2018 bis 2022 entstand der neue Bildband „Archive of longing“ – Archiv der Sehnsucht. „Die Fotografie als Existenzbeweis und das Gedicht einer Frau brachten mich auf den Gedanken, dass ich durch den eigentlichen Akt des Fotografierens etwas zurückgeben kann.“ Modigh richtete ein simples Fotostudio in den Obdachlosenheimen Klaragården und Boklara ein, in vier Jahren entstand eine eindrucksvollen Serie von 55 Portraits. Sichtbare Spuren auf den Portraitierten weisen auf ein früheres Ereignis hin, lassen aber ein Geheimnis zurück. „Die Frauen, die ich fotografiert habe, haben kein Zuhause, aber ein Zuhause existiert nicht nur physisch, zuhause bedeutet auch, sich bei sich selbst zu Hause zu fühlen. Was diese Frauen verbindet ist, diese Sehnsucht nach einem Zuhause.“ (Modigh) Hannah Modigh, *1980 in Stockholm, lebt und arbeitet in den USA und Stockholm.

Bildautor*innen: Hannah Modigh

Textautor*innen: Hannah Modigh, Jenny Maria Nilsson, Britt-Marie Siltamäki

Gestaltung: Patric Leo

Herausgeber*innen: Rainer Iglar, Michael Mauracher

Verlag: Fotohof edition

ISBN: 978-3-903334-47-2

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